Hundeschule München

Mein Profil

Ich wünsche mir einen temperamentvollen kleinen Hund, robust und in der Lage, mich bei sportlichen Aktivitäten zu begleiten, wie z.B. beim Reiten, Radfahren, Joggen oder mit ihm Spaß haben im Hundesport wie Agility, Breitensport, Obedience etc. Er sollte zudem ein angenehmer Stadthund sein.

Meine Empfehlungen möchten bitte nicht als Werbung für bestimmte Rassen verstanden werden, sondern als kleiner Ansporn zur gründlichen Überlegung eines passenden Partners darstellen. Hier mein dritter und letzter Vorschlag (von drei) über einen Rassehund, den ich selbst bis vor 20 Jahren mein Eigen nennen durfte, noch immer vermisse und zeitweise lebendig davon Träume: Die Rede ist vom Shetland Sheepdog. FCI- Standart Nr. 88 Gruppe 1  Hüte- und Treibhunde Sektion 1: Schäferhunde

Rassemerkmale

Ursprungsland:    England Gewicht:              7 – 10 Kg Schulterhöhe:       35,5 bis 37 cm Haarkleid:            Lang, dicht, hart, mit üppiger Unterwolle Farben:                schwarz oder zobelfarben (sable) mit weißen und/oder lohfarbenen Abzeichen (Irisches Muster), blue merle Andere Namen:     Sheltie Anerkannt durch:   FCI,  AKC,  UKC,  TKC,  CKC Zuchtbuchführung:  England

Wesenbeschreibung

Temperament:            lebhaft Spieltrieb:                    ausgeprägt Lernfähigkeit:              überdurchschnittlich Wesen:                        fest, selbstsicher, anhänglich

Bei der Entstehung von Rassehunden existieren oft keine zuverlässigen Angaben.  Fachbücher übertragen in der Regel Theorien aus Volksmundübertragungen damaliger Zeit. Auch die Entstehung des Shetland Sheepdogs wird zurückgeführt aus angeblichen Paarungen zwischen Hunden von Seeleuten unbekannter Herkunft und Hunden der Inselbewohner. Es ist daher anzunehmen, dass der ursprüngliche Sheltie mit dem schon vorhandenen langhaarigen Schottischen Schäferhund (Collie) gezielt gepaart wurde und durch ständige Selektion von Ausstellungsrichtern im Laufe der Jahrzehnte einen offiziellen Standart erhielt. Selbst wenn sich früher Collie und Sheltie sehr ähnelten, waren sie im Wesen dagegen sehr unterschiedlich. Der Shetland Sheepdog, im Volksmund auch „Zwergcollie“ genannt, weil er aussieht wie ein Mini-Collie, ist eine langlebige Rasse. Meine Hündin Sheila war 18 Jahre lang mein anhänglicher Begleiter und sie war, denke ich, eine Sheltie, die in der heutigen Zeit rar geworden ist. Mit ihrem Wesen verkörperte sie genau den damaligen Rassestandart: ein „Ein-Mann-Hund“, Fremden gegenüber reserviert und misstrauisch, kaum Interesse an ihren Artgenossen (neutrales Verhalten, außer in der Standhitze). Sie war auch ein echter Schäferhund: robuste Konstitution, nie krank, lernwillig-gefällig, leicht zu erziehen, freudig in der Unterordnung und trotz ihrer Körpergröße, immer bereit, ihr Eigentum zu „verteidigen“. Sie bereitete einfach immer nur Freude. Durch weitere schwarze Paarungen mit dem Collie und dem blue merle-Collie wurde der Sheltie negativ beeinflusst, auch hinsichtlich der Gesundheit (anfälliger). Nun ist er, wie gewünscht, „sozialverträglicher mit fremden Menschen und mit seinen Artgenossen“. Wie bekannt, steht der Merle-Faktor (blue merle) für eine genetische Mutation der Fellfarbe, ähnlich wie der Albinismus ist er ein Träger von Pigmentschwäche, Gesundheitsschwäche und Taubheit. Die Fellfarbe blue merle findet sich in den Rassenportraits von Sheltie, des Collie und dem Australian Shepherd. Bei zahlreichen Rassen ist das Auftreten von blue merle-Fellfarbe ein Zuchtfehler mit der Folge, dass für den betroffenen Hund Zuchthauschluss (Zuchtverbot) auferlegt wird. Shelties sind ideale Familien- und Anfängerhunde, gefällig, anpassungsfähig, liebenswert, gesund, sanft und mit Kindern großartig. In der Wohnung ruhig und quirlig draußen, wo sie allerdings auch mal gerne bellen. Sie brauchen regelmäßige Fellpflege, um ihre üppige Unterwolle nicht verfilzen zu lassen und das Deckhaar attraktiv zu erhalten. Shelties sind schnell,  sehr intelligent, wollen immer was tun und für Sportarten wie Obbedience oder Agility prädestiniert. Mit einem Sheltie an der Leine muss in Kauf genommen werden, ständig von begeisterten Passanten angesprochen zu werden. Auf Grund von bereits erwähnter rezenten „Blutmischung“ zwischen Langhaar-Collie und Sheltie erscheinen immer wieder Shelties, die über dem Standart stehen (Collie-ähnlich). Manch andere Shelties dagegen sind klein und mickrig gezüchtet, auch mit Fellverlust (wenig Unterwolle, setterähnliches Haarkleid). Sie erinnern mehr an einen Schoßhund als an einen stolzen Schäferhund, so wie dies der Sheltie sein sollte. Daher mein Rat für Sheltie-Interessenten: bei Welpenbesichtigung soll die Mutter anwesend sein und dem Rassestandart voll und ganz entsprechen. Die Ahnentafeln beider Elterntiere müssen eingesehen werden: diese sollten von einem im  VDH/ FCI anerkannten Zuchtverein ausgestellt sein. Mindestens die ersten vier Ahnen der Mutter und des Deckrüden sollten einen Ausstellungstitel (CACIB –Titel), bzw. ein internationales Schönheits-Championat nachweisen können.

Auf Grund höherer Preise, die für Welpen verlangt werden, müsste man sich das Beste aussuchen können.

Eure Astrid Cordova

Menü schließen