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Für menschliche Dienste geeignete und verwendete Rassehunde werden in der Regel zum nationalen Erbgut gezählt. In unserem Land gibt es einen solchen Hund, weltweit geschätzt und bekannt geworden durch seine Vielseitigkeit und Brauchbarkeit in allen Bereichen. Trotz dem wird dieser Hund bei uns nicht sehr geliebt und geschätzt wie es sein sollte. Gemeint ist der Deutsche Schäferhund.

Der moderne Deutsche Schäferhund entstand Ende des 18. Jahrhunderts aus verschiedenen Schlägen bodenständiger Hütehunde von Mittel- bis Süddeutschland. Nachkommen solcher Urahnen leben immer noch bei Schäfereien und werden dort sehr geschätzt. Die Antipathie eines Teils unserer Bevölkerung gegenüber dem Deutschen Schäferhund sollte nicht auch seine engen Verwandten treffen, Hunde die seit Generationen bis heute unverändert blieben, selektiert durch reine Arbeitsleistung und nicht durch ihr äußeres Erscheinungsbild. Diese Hunde sind wie sie immer waren, eben echte Deutsche Schäferhunde. Seit geraumer Zeit werden bei uns Rassehunde und Mischlingshunde aus allen Kontinenten und Ecken der Welt erworben ohne jegliche Kenntnis über deren genetischen Veranlagungen oder Eignung als Familienhund. Mit diesem letzten Artikel über Empfehlungen von Rassehunden für bestimmte Menschengruppen möchte ich die Aufmerksamkeit auf gut gezüchtete Rassehunde lenken, die in der  Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.  (GEH) stehen. Die Hunde, die ich in diesem Artikel vorstelle, werden in der Tat nicht als Familienhunde gezüchtet, sondern als reine Arbeitshunde. Sie brauchen sinnvolle Beschäftigung, sind eigenwillige,  selbständige und selbstbewusste Hunde, also nicht für Unerfahrene nur zum Spazierengehen geeignet, sondern sie brauchen eine Person mit so genannter Führungsqualität und der Freude und Kenntnis, sie auszubilden. Einige Schläge sind sogar direkte Vorfahren des rein gezüchteten Deutschen Schäferhundes und trotzdem gelten diese nicht als Rassehunde, obwohl sie genauso rein gezüchtet sind, nur weil sie nicht nach FCI-Bestimmungen standarisiert werden. Ihre Selektion erfolgt durch ihre gezeigte Leistung, funktionellem Körperbau, gesunder robuster Konstitution und Klimaanpassung. Damit meine ich die Altdeutschen Hütehunde. Mit der Industrialisierung gingen zahlreiche alte Nutztierrassen für immer verloren und die Verbliebenen werden nur mühsam erhalten. Mit der Wanderschäferei, die nicht mehr im großen Stil wie in der Vergangenheit praktiziert wird, sind auch viele Hütehundeschläge ausgestorben. Die wenigen, die uns geblieben sind bleiben uns auch erhalten durch genetisch gezielte Paarungen. Unter die Mitwirkung von Prof. K. H. Finger, wurde 1989 mit dreißig Schäfern die  Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde  (AAH) gegründet. Ziel der AAH ist es, die noch vorhandenen Schläge der Altdeutschen Hütehunde zu erfassen und zu erhalten.

Die wichtigsten Hütehundeschläge nach der „Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde in Deutschland“ sind:

  • Gelbbacke = dunkel bis schwarz, mit hellen, gelben Pfoten und gelben und braunen Abzeichen am Körper und im Gesicht
  • Tiger = getigerte Hunde mit geschecktem, getupftem oder gepunktetem Fell
  • Schafpudel =  zottelhaarige Herdengebrauchshunde
  • Fuchs = unter Fuchs versteht man einen Hund, der ein rotes oder rot-braunes Fell hat, meist mit schwarzer Maske. Sehr bekannt ist der Harzer Fuchs, der noch in nennenswerten Stückzahlen existiert
  • Schwarzer =  schwarzes Fell, im Süden uneinheitlich, im Osten ähnelt er einem kleinen Groenendael
  • Strobel = für einen deutschen Hirtenhund teilweise sehr groß, bis 70 cm, zottelhaarig
  • Kuhhund = erinnert an einen sehr kleinen Deutschen Schäferhundmischling

(Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

Altdeutsche Hütehunde stehen in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH). Die Rote Liste ist untergeteilt nach dem Grad der Gefährdung in:

  • Kategorie I - extrem gefährdet = Westerwälder Kuhhund (2006 noch 30- 40 reinerbige Exemplare erhalten)
  • Kategorie II - stark gefährdet = Schafpudel (auch Hütepudel genannt)
  • Kategorie III – gefährdet = Gelbbacke, Schwarzer, Fuchs, Tiger, Strobel

(Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

Laut GEH sind in die Rote Liste auch Hunderassen geraten, die bis vom Kurzem sehr populär waren: Deutscher Pinscher, Großspitz und Mittelspitz. Bei Interesse zur Vertiefung in dieses Thema können Sie sich im Internet mit den in diesem Artikel erwähnten Begriffen unter Nennung der Hundeschläge selbst weiter informieren und über anklicken „Bild“ viele interessante Fotos anschauen.

Eure Astrid Cordova